TagespflegEstelle:

 Deich-Bande


„Ein Kind ist kein Gefäß, daß gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will.

 François Rabelais (1494 – 1553)“ 


 Die Deich-Bande ist eine sehr naturverbundene Kleinkindgruppe, in meinem Haushalt. Hier betreue ich 3-4 Kinder von 0-4 Jahren, mit und ohne Behinderung. Darunter ist auch ein, -und manchmal zwei Kinder von meinen eigenen. Wobei mein einjähriger Sohn fester Bestandteil der Gruppe ist und mein 3 jähriger Sohn,während meiner angebotenen Betreuungszeiten, hauptsächlich im Kindergarten ist. Von Dienstag bis Freitag von 8 Uhr bis 15 Uhr,  ist er dort und zu der Zeit biete ich Betreuung an. 

 Vorweg möchte ich sagen, dass das "Emmi Pikler - Konzept" und  "Maria Montessori - Konzept" große Einflüsse auf meine Denk - und Arbeitsweise mit Kindern haben.
 Hier möchte ich die Kinder dabei unterstützen, sich zu fröhlichen, liebevollen, selbstbewussten und verantwortungsvollen Menschen zu entwickeln. 
Ein respektvoller Umgang und Nachhaltigkeit sind Werte, die hier vermittelt und gelebt werden. Dabei fließen viele Aspekte des Emmi Pikler- und des Montessori-Konzeptes mit ein. Von mir favorisierte Bücher sind die von"Janosch"und "Astrid Lindgren". Gewickelt wird auf Wunsch der Eltern gerne mit Stoffwindeln. 

Meiner Meinung nach, brauchen Kinder zuerst einmal ihre Grundbedürfnisse: Nahrung, Schlaf, Pflege und Sicherheit.  Darüber hinaus brauchen sie Raum, Zeit und Ruhe zum Wachsen und Entfalten mit allen Sinnen. Das Eine bedingt das Andere - und führt nur in Kombination zu einem ausgeglichenen, selbstbewussten und fröhlichen Menschen. Den Grundstein der Entwicklung eines solchen Menschens, bildet die Kindheit. Soweit es in meinen Möglichkeiten steht, möchte ich dazu beitragen.

Viel Wert lege ich auch auf von mir angebotene,  gleichbleibende Tagesabläufe und einen ähnlich bleibenden Rhythmus. Dies ist für Kinder sehr wichtig.

Bei all meinem Tun in der Tagespflege, steht das kompetente Kind im Mittelpunkt. Hier betrachte ich die Arbeit mit dem Kind, nach dem Grundsatz von Maria Montessori :
 "Hilf mir es selbst zu tun". Wie sie ebenfalls  über Säuglinge und Kinder sagt, sie folgen ihrem  "inneren Bauplan".
 Die Voraussetzung für eine schöne Arbeit und Zeit für die Kinder und mich,  setzt meiner Meinung nach, eine respektvolle, vertrauensvolle und enge Bindung zwischen Tageskind, Tagespflegeperson und den Eltern, voraus. Dabei werde ich die Kinder immer zum „alleine“ Spielen anregen, oder es motivieren, Dinge alleine auszuprobieren und ihm das daraus resultierende Erfolgserlebnis, sowie den Lernerfolg spüren lassen. Denn ich möchte ihren natürlichen Entdeckungsdrang und ihre Fantasie mit der Möglichkeit der freien Wahl des Spiels und der Spielmaterialien, unterstützen und sie spontane Selbstdisziplin entwickeln lassen. Auch sollen die Kinder von mir nicht in ihrer Bewegung und in Ihrem eigenen Entdecken und Erfahren gehindert, oder gedrängt werden.  So werde sie nicht hinstellen, sie zum Laufen auffordern, auf eine Schaukel- oder meine Rutsche setzen. Sobald die Zeit dafür gekommen ist und sie selbst dazu in der Lage sind, können sie stehen, gehen, rutschen und schaukeln. Nur so können sie hier eine Selbstständigkeit und Sicherheit aus sich heraus entwickeln. So habe ich es aus den Beobachtungen und Erfolgen von Emmi Piklers Lehren gelernt. Ebenfalls lernte ich hier, mich beim Wickeln oder Füttern eines Kindes, ganz auf es zu konzentrieren. Nach Möglichkeit versuche ich, mich davon nicht durch ein anderes schreiendes Kind, abzulenken. So erfährt jedes Kind in dem Moment, in dem es an der "Reihe" ist, dass ich mit voller Aufmerksamkeit bei ihm bin. Natürlich gelingt das nicht immer. Aber da Emi Pickler zeigte, dass die Kinder die sie betreute, sehr friedlich waren und wenig weinten, strebe ich diese Umsetzung an.
 So gelang es Erzieherinnen und Erziehern auch, nach Herangehensweisen die sie von Emi Pickler lernten, dass Kinder sich zB ohne weinen wickeln ließen.

Da ich selber gerne zeichne, oder male, gebe ich den Kindern hierfür ausreichend Gelegenheit und Anregung. Die Kinder betrachte ich auf Augenhöhe. Dafür werde ich mich möglichst oft auch wortwörtlich auf die Augenhöhe der Kinder begeben, gerade wenn ich ihnen etwas „Wichtiges“, sage oder erkläre.  Ich sehe die Kinder als vollwertige und zu respektierende Wesen. Sie sind in der Lage viele Dinge zu verstehen und zu begreifen. Sie dürfen meiner Meinung nach, auf gar keinen Fall „von Oben herab“  behandelt werden. Den Kindern werde ich mein positives Weltbild und Wertesystem vorleben. Gemeinsam möchte ich mit ihnen ein lösungsorientiertes Beisammensein pflegen.  In ihrer positiven Sichtweise und Ihrem neugierigem freudigen Erforschen, möchte ich sie bestärken. Auch ihrem natürlichen Bewegungsdrang sowie dem Drang nach Draußen zu gehen, strebe ich an, so oft wie möglich nach zu kommen. Mir ist auch wichtig ihnen Verantwortung für unsere Umwelt vorzuleben.  Dieses setzt zu erst einmal ein Bewusstsein hierfür voraus.  Der ökologische Gesichtspunkt beinhaltet  also bei den Kindern das Bewusstsein zu entwickeln und zu schärfen.  Wenn sie bspw. Abfall in der Natur entsorgen wollen, ihnen den dafür vorgesehenen Mülleimer zu zeigen. Oder den Wasserhahn beim Zähneputzen nicht laufen zu lassen.  Dabei werde ich die dazu gehörige Erklärung, kindgerecht liefern, oder es im Spiel„verpacken". Außerdem erhalten die Kinder in meiner Einrichtung überwiegend Fantasie-anregende Spielzeuge aus Naturmaterialien, um damit vertraut zu werden und sie zu erforschen.

Schön an dem kindlichen Spiel finde ich auch, dass es im „ Jetzt“ stattfindet. Dabei will ich es nicht mit meinen eigenen Erwartungen überhäufen, sondern ihm dafür den Raum und die Zeit geben die es braucht.m


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Meine Leistungen


Man darf um keinen Preis die Gegenwart der Kinder irgendeiner Zukunft opfern.

 Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (1768 – 1834)

 

 Bei mir richtet sich Alles nach dem Tempo und den Bedürfnissen der Kinder. 
Wir werden versuchen,  jeden Tag nach Draußen gehen, außer bei strömendem Regen. Mittagessen wird von mir gestellt. Dieses werde ich einen Tag zuvor, frisch mit Obst und Gemüse zubereiten. Auch Ernährungswünsche, die ihr einbringt, werde ich beherzigen. Zur Zeit ernähren ich mich überwiegend vegetarisch. Bei den von mir gekauften Lebensmitteln, achte ich darauf, dass sie fair gehandelt werden. Weil ich noch ein sehr kleines Kind habe, wird es bei mir mit in der Einrichtung bleiben. Da mein älterer Sohn schon gute Freunde in der Kita hat, wird er dort weiterhin betreut. 

 

Eingewöhnung 

„Wenn Kinder klein sind,
 gib ihnen Wurzeln,
 wenn sie groß sind,
 verleih ihnen Flügel.“

 Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)


Als einen der wichtigsten Punkte für meine Arbeit sehe ich, dass die von mir betreuten Kinder gerne zu mir kommen, sich sicher und geborgen fühlen und sich dadurch gut entfalten können.  Dafür bedarf es einer schonenden und sanften Eingewöhnungsphase. Sie bildet das Fundament. Diese wird in Zusammenarbeit mit den Eltern und nach den Richtlinien des „Berliner Eingewöhnungsmodells“ stattfinden.