Meine Arbeitstweise


„Un-verzogene“ Kinder sind Erinnerungen an eine Welt, die wir vergessen haben.

 Irina Rauthmann (*1958)

Kinder lernen durch das Spiel und das Vorleben. Ich lebe ihnen das vor, was ich auch von ihnen wünsche. Dazu gehört Lebensfreude, Respekt vor allen Dingen und Lebewesen, Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Vorurteilsfreiheit und Neugier die zum erforschen, verstehen und Lernen anregt. Bei mir werden die Kinder bei allen Tätigkeiten "mit anpacken". D.h. zb Wir kochen, und räumen gemeimsam auf.
Wenn die Kinder einen entsprechenden Entwicklungstand und Reifegrad erreicht haben, können sie schon mit einem Messer (wenn sie alleine sind, aus Plastik) versuchen, etwas durch zu schneiden. Das Essen ist zwar weitesgehend fertig, die Kinder können jedoch dabei zu sehen wie bspw. Nudeln in den Topf mit heißem Wasser gefüllt werden und so weich werden.  Dann können sie unter meiner Beaufsichtigung Salz hinzufügen. Wenn ein Kind eine Gurke geschnitten hat, können wir sie ebenfalls gemeinsam hinzufügen.

Tagesablauf


Durch klare Regeln und Grenzen, gebe ich den Kindern eine klare Struktur, die ihnen wiederum Ruhe und Sicherheit vermittelt. Die täglichen Aktivitäten können jedoch unter gewissen Umständen variieren. ZB möchte ich fast jeden Tag, auch bei Regen oder Schnee, mit den Kindern nach Draußen gehen, jedoch nicht bei strömendem Regen. Allgemein in meiner Tagesgestaltung immer zwischen ruhigeren, - konzentrierteren Aktivitäten und "wilderen" Bewegung zu wechseln.

Der Tag geht bei mir um 8 Uhr los. Allen Kindern die bei mir eintreffen, werden von ihren Eltern zuerst einmal die Hände gewaschen.

Frühstück beginnt zwischen 8 Uhr und 9 Uhr.

Danach werden die Zähne geputzt und es geht zum  Morgenkreis (da zu dieser Zeit alle Kinder eingetroffen sein sollten und ich darauf Wert lege, dass hierbei alle anwesend sind). Nach dem Morgenkreis wird ein Lied gesungen und dazu getanzt. Das Lied läuft über eine CD, so dass ich nicht so viel singen muss und mich mehr mit bewegen kann. Es regt zum wach werden und Ankommen an. Gleichzeitig wird jedes Kind beim Namen genannt und willkommen geheißen. So lernen die Kinder unterbewusst, dass jeder ein wichtiges Mitglied ist und wertgeschätzt wird. Jedes einzelne Kind  ist ein Bestandteil, der zum Gruppengeschehen beiträgt. 

 

Ab ca 10/11.30 Uhr besuche ich mit den Kindern einen der nahegelegenen Spielplätze, oder mache einen Spaziergang mit dem Bollerwagen.

Um ca  11.45/12 Uhr gibt es Mittagessen. 

Ab ca 12:20 Uhr beginnt das Mittagsschlaf-Ritual. Welches mit dem Zähneputzen beginnt.
Kinder die nicht schlafen, spielen nun weiter, oder schauen sich gemütlich ein Buch an.


Um 15 Uhr dürfen alle Kinder bei mir abgeholt werden.

Spielen/Forschen/

Lernen


Wir versuchen den Kindern ständig die Welt zu erklären, anstatt sie uns von ihnen erklären zu lassen.
 Gudrun Kropp (*1955)

Für das Kind sehe ich kein Förderprogramm vor. Denn Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren benötigen zum Lernen ausschließlich das Spiel. Der Herr Schulz von Thun hat mal gesagt,
 „DU KANNST NICHT, NICHT LERNEN!“

Jeden Tag unsere Umwelt kennen lernen und sie zu erforschen, gehört zu einem, meiner größten Anliegen, in Verbindung mit dem Beobachten und dem „Herumprobieren“ der diversen Naturmaterialien, die die Natur uns bietet. Zwischen Bindungs- und Explorationsverhalten besteht ein antagonistisches Verhältnis. Das bedeutet, nur wenn die Bindungsbedürfnisse des Kindes erfüllt sind, kann das Kind seine Welt neugierig erkunden und erforschen. 

Auch lege ich viel Wert auf die Nachhaltigkeit der Materialien und/oder des Umgangs damit. So bevorzuge ich bei der Wahl der von mir angebotenen Spielzeuge, diejenigen, die kein Plastik enthalten. Ich verwende weitestgehend Naturmaterialien. Wichtig hierbei ist mir, dass bei den Kindern der Bezug und das Bewusstsein zur Natur hergestellt wird ( zB unterschiedliche, unbehandelte Oberflächen:

 Baumrillen noch zu sehen, Farbunterschiede im Holz unebene Flächen und Farben, Stein,  Stoffe , Holz , Wasser, ganze Äste Blätter und Kastanien). Schön an diesen Materialien finde aber auch, dass so wenig wie möglich an Spiel und Entwicklungsideen vorgegeben sind.  Die Fantasie soll möglichst nicht eingeschränkt, sondern angeregt werden. Jedoch finde ich auch, dass beispielsweise modernes Bau-Spielzeug die Fantasie anregen kann und die Kreativität fördert.

Sprache und Kultur

Meine Einrichtung ist multikulturell. Letzteres im Speziellen für spanisch sprechende Familien, da wir spanische Lieder singen werden und es bei mir spanisch sprachige Bücher gibt. Weil ich selber über Spanischkenntnisse verfüge. Mein Partner spricht muttersprachlich Spanisch, da er gebürtig aus Chile kommt. So kann er eventuell entstehende Fragen klären, wenn Familien ausschließlich spanisch sprechen und mein Vokabular nicht ausreicht.

Beim ersten Kennenlernen der Kinder und ihren Eltern wird er sich ebenfalls vorstellen. Denn bei bestimmten  Projekten wird auch er teilnehmen. Da er Flötist ist, wird er im Rahmen dieser Projekte kleine Konzerte oder Flöteneinlagen geben.  Die Kinder werden dann zum Beispiel im Rahmen eines kleinen Theaterstückes als Vögel verkleidet durch den Raum tanzen, während er ihre Vogelstimmen vertont. So möchte ich den Kindern nebenbei  die klassische Musik näher bringen.ist ist ist